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PFLANZENFÄRBEN mit Ildiko

Blätter, Blüten oder Beeren sammeln, um dann damit zu färben ist der Anfang: Das Tor zu den vielen Gelbs und Grüns. Bei Rot und Blau stammen die Pflanzen nur zum Teil von unserem Gelände. Beizen, Einweichen, Kochen,  Eintauchen, Spülen und Aufhängen sind die folgenden Schritte, die in die Vielfalt der Pflanzenfarben führen.

Viele Pflanzen in und um Piagggia geben mit ihren Blättern und Blüten verschiedene Gelbs. Ihre Wurzeln, Früchte und Rinden  Töne zwischen blaugrün und braun. Ich verwende viele spontan  wachsende Pflanzen,  die Pflanzen für die stabilen Rots und Blaus kaufe ich im Handel, auch die Cochenille – eine Kaktuslaus, die das schöne Cocenillerot färbt.
Arbeitsablauf:
Stoffe, Woll- oder Seidenstränge werden gebeizt, d.h. für die Farbstoffaufnahme vorbereitet: Man löst Alaun in warmen Wasser und lässt das zu färbende Material darin für mindestens 1 Stunde ziehen, bei erholter Temperatur, meist ca. 70|| °C.
Die leicht zerkleinerten Pflanzen werden über Nacht eingeweicht. Am nächsten Tag werden sie für mindestens 1 Stunde gekocht, dann abgegossen, so erhält man den Farbsud. In diesen Sud werden die Stoffe oder Stränge getaucht und für mindestens 1 Stunde bei erhöhter Temperatur im Farbbad  leicht bewegt.
Dann wird das Färbegut herausgehoben, gespült und dann zum Trocknen schattig aufgehängt.

Diese einfache Prozedur gilt mit einigen Ausnahmen  für die meisten Färbungen.

 

 
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